Technische Reichweite und Marktdurchdringung

Alle oben genannten Refinanzierungsmodelle gewinnen an Bedeutung, je höher die technische Reichweite des IPTV ist (egal ob PC- oder STB-basiert oder über mobile Endgeräte).
PC-basiertes IPTV: Nach Schätzungen aus dem Jahr 2004 sollten bis 2010 fast 17 Millionen Breitband-Anschlüsse verkauft werden.[21] Dies wurde bereits übertroffen: Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten schätzte 2007, dass bis Ende 2007 in Deutschland 19,1 Millionen DSL-Anschlüsse geschaltet sind.[22] Damit ist eine signifikante Zielgruppe potentieller Nutzer von PC-basierten IPTV-Angeboten bereits jetzt erreichbar. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa nutzt jeder zweite Internetnutzer (49 %, ca. 25 Millionen Bundesbürger) entsprechende IPTV-Angebote. Dominant kurze Videoclips und Webfernsehinhalte, während Langformate mit fernsehähnlichem Charakter noch in der Nutzung unterrepräsentiert sind.[23]
STB-basiertes IPTV: Für den deutschen Markt sind derzeit (Stand: September 2007) keine offiziellen Abonnentenzahlen bekannt. Im Jahr 2006 gab es weltweit 3,6 Mio. IPTV-Abonnenten, davon 2,4 Mio. in Westeuropa. Marktforscher gehen davon aus,[24] dass 2010 mehr als 1,3 Mio. deutsche Haushalte Fernsehen auch über IPTV-Set-Top-Boxen empfangen werden. Die Anzahl der IPTV Kunden der Deutschen Telekom 2007 war nach eigenen Angaben nur im fünfstelligen Bereich,[25] im Januar 2008 wurden dann 116.000 IPTV von der Deutschen Telekom gemeldet.[26] Anfang 2015 meldete der Konzern bereits über 2,4 Millionen IPTV-Kunden (Entertain) [27].
Mobiles IPTV: Nach einer Studie des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien waren im Jahre 2006 mehr als 6,5 Millionen Handys UMTS-fähig. Im Jahre 2010 wird eine UMTS-Abonnentenzahl von knapp 9 Millionen erwartet. (siehe Mobiles Fernsehen)

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